1. B2B-Anforderungen vor der Plattformwahl erfassen
Zunächst wird geklärt, wer bestellen darf, welche Sortimente sichtbar sind und wie Preise zustande kommen. Auch Mindestmengen, Verpackungseinheiten, Liefergebiete und Zahlungsziele gehören in den Anforderungskatalog.
Shopify kann viele B2B-Prozesse abbilden. Ob Standardfunktionen, Apps oder individuelle Erweiterungen nötig sind, hängt von Tarif, Datenmodell und bestehender Systemlandschaft ab.
- Firmen und mehrere Einkäufer je Konto
- Kundenspezifische Kataloge und Preise
- Mengenstaffeln und Mindestbestellwerte
- Bestellfreigaben, Zahlungsziele und Steuerlogik
2. Firmenkonten und Berechtigungen sauber modellieren
Ein Unternehmen kann mehrere Standorte, Lieferadressen und Rollen besitzen. Einkauf, Freigabe und Buchhaltung benötigen gegebenenfalls unterschiedliche Rechte. Dieses Modell sollte vor Import und Einrichtung verbindlich sein.
Ein sicherer Einladungs- und Freigabeprozess verhindert, dass Konditionen versehentlich öffentlich werden. Änderungen an Ansprechpartnern und Standorten sollten nachvollziehbar bleiben.
3. Preise und Verfügbarkeit zentral steuern
Listenpreise, individuelle Rabatte, Staffelpreise und Aktionskonditionen dürfen sich nicht widersprechen. Eine zentrale Quelle und feste Prioritätsregeln verhindern unerwartete Verkaufspreise.
Bestände müssen berücksichtigen, welche Mengen tatsächlich für den Onlinekanal reserviert sind. Bei großen Aufträgen können Anfragefunktionen oder Lieferzeitprüfungen sinnvoller sein als ein unkontrollierter Sofortkauf.
4. ERP, Vertrieb und Service einbinden
Kunden, Preise, Aufträge, Rechnungen und Bestände fließen häufig zwischen Shop und ERP. Die Schnittstelle braucht eindeutige IDs, Fehlerbehandlung und einen Plan für nachträgliche Änderungen.
Der Shop soll den Vertrieb entlasten, nicht ersetzen. Außendienst und Support benötigen Zugriff auf relevante Bestellinformationen, während Kunden Routinebestellungen selbstständig erledigen können.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen
Eignet sich Shopify auch für reine B2B-Shops?
Ja, wenn Funktionen und Tarif zu den benötigten Firmenkonten, Preisregeln und Integrationen passen. Komplexe Sonderprozesse sollten vorab technisch geprüft werden.
Können B2B- und B2C-Kunden denselben Shop nutzen?
Das ist möglich. Sichtbarkeit, Preise, Steuern, Zahlungsarten und Inhalte müssen jedoch je Kundengruppe eindeutig gesteuert und getestet werden.