Inhaltsübersicht 6 Kapitel
Für jeden Abschnitt eine stabile URL bereitstellen
Produkte werden serverseitig in begrenzte Seiten aufgeteilt, etwa über „?page=2“. Jede URL liefert ohne Nutzeraktion einen vollständigen HTML-Ausschnitt und einen erfolgreichen Statuscode.
Die Reihenfolge muss bei demselben Sortierzustand stabil sein. Neue Produkte dürfen nicht dazu führen, dass Artikel zwischen Abrufen beliebig verschwinden oder doppelt auftauchen.
Crawlbare Links statt reiner Buttons verwenden
Suchmaschinen folgen zuverlässig normalen Links mit href. Ein „Mehr laden“-Button, der nur JavaScript ausführt, ersetzt die Verknüpfung zur nächsten Seite nicht.
Auch wenn die Oberfläche automatisch nachlädt, bleibt im HTML ein erreichbarer Link zur nächsten paginierten URL. Nutzer ohne JavaScript können durch die Kategorie navigieren.
- Echte URL für jede Ergebnisseite
- Sequenzielle Links auf nächste und vorherige Seite
- Serverseitig gerenderter Produktinhalt
- Funktionierende Navigation ohne JavaScript
- Keine Session- oder Zufallsparameter in Crawl-URLs
Jede Seite mit passendem Canonical auszeichnen
Seite zwei und folgende sollten bei eigenständigem Inhalt in der Regel auf sich selbst als Canonical verweisen. Alle Ergebnisse pauschal auf Seite eins zu kanonisieren kann dazu führen, dass tiefer liegende Produkte schlechter entdeckt werden.
Titel und Überschrift dürfen den Seitenzustand verständlich ergänzen. Gefilterte und sortierte Varianten benötigen eine separate Indexierungsstrategie, damit nicht unzählige nahezu gleiche URLs entstehen.
Verlauf, Teilen und Zurück-Navigation erhalten
Beim automatischen Nachladen wird die sichtbare Seitenposition sinnvoll in der Browserhistorie abgebildet. Wer ein Produkt öffnet und zurückkehrt, sollte nicht wieder am Anfang einer sehr langen Liste landen.
Direkt aufgerufene Seiten-URLs zeigen denselben Produktabschnitt. Das verbessert Teilbarkeit, Support und Tests und verhindert eine rein flüchtige Scroll-Oberfläche.
Performance und Indexierung praktisch testen
Jede Ergebnisseite begrenzt Produktzahl, Bildgewicht und Skripte. Lazy Loading wird so umgesetzt, dass sichtbare Bilder priorisiert und Abmessungen reserviert werden, damit die Seite nicht springt.
Crawler-Tests, URL-Prüfung und Logdaten zeigen, ob tiefe Seiten und Produkte erreichbar sind. Nach Änderungen werden Indexierung, Ladezeiten und Conversion gemeinsam beobachtet.
Einen reproduzierbaren Crawl-Test definieren
Für eine große Kategorie wird geprüft, ob ein einfacher HTML-Crawler von Seite eins bis zum letzten Abschnitt und zu jedem Produkt gelangt. Dabei werden Statuscode, Canonical, Indexierungsanweisung und Linkziel protokolliert.
Der Test läuft nach Theme-, Filter- oder JavaScript-Änderungen erneut. So fallen Regressionen auf, bevor Suchmaschinen über Wochen nur noch den ersten Produktblock erreichen.
- Alle Ergebnisseiten über Links erreichbar
- Keine Schleifen oder leeren Endseiten
- Selbstreferenzierendes Canonical je Seite
- Produkte mit konsistentem Statuscode verlinkt
Kurz beantwortet
Häufige Fragen
Ist Infinite Scroll grundsätzlich schlecht für SEO?
Nein. Problematisch ist eine Umsetzung ohne crawlbare paginierte URLs und Links, über die Suchmaschinen alle Inhalte erreichen können.
Soll Seite 2 als Canonical auf Seite 1 zeigen?
Bei eigenständigen Produktabschnitten empfiehlt Google selbstreferenzierende Canonicals je paginierter Seite, nicht pauschal Seite eins.
Klickt Google auf einen „Mehr laden“-Button?
Darauf sollte man sich nicht verlassen. Inhalte müssen über normale Links und abrufbare URLs erreichbar sein.



