WordPress-Installation vollständig inventarisieren
Erfasst werden Core-Version, PHP, Datenbank, aktives Theme, Child-Theme, Must-use-Plugins, normale Plugins und individuelle Anpassungen. Für jede Erweiterung sind Quelle, Lizenz, Supportstatus und geschäftliche Bedeutung relevant.
Inaktive Komponenten werden nicht vergessen: Nicht benötigte Themes und Plugins vergrößern Pflegeaufwand und Angriffsfläche. Sie werden nach Prüfung entfernt oder mit Begründung beibehalten.
Updates nach Risiko und Kompatibilität steuern
Kleine Sicherheits- und Wartungsupdates können anders behandelt werden als große Versionssprünge. Automatisierung ist sinnvoll, wenn Backup, Fehlererkennung und Rückfallweg ebenfalls funktionieren. Kritische Erweiterungen werden vorab in einer Staging-Kopie geprüft.
Der Vertrag legt fest, welche Nutzerwege nach einem Update getestet werden. Page-Builder, Formulare, Mehrsprachigkeit, Mitgliederfunktionen und Shops benötigen eigene Tests statt eines allgemeinen Startseitenaufrufs.
- WordPress Core und PHP-Kompatibilität
- Theme, Child-Theme und Page-Builder
- Formulare und tatsächliche Zustellung
- Caching, Suche und geplante Aufgaben
- WooCommerce oder Mitgliederfunktionen
Premium-Lizenzen und Supportzuordnung klären
Premium-Plugins können dem Kunden, der Agentur oder einem Reseller-Konto zugeordnet sein. Vertrag und Inventar halten fest, wer Lizenznehmer ist, welche Kosten enthalten sind und was bei Vertragsende passiert.
Eine Agenturlizenz kann wirtschaftlich sein, ist aber nicht automatisch übertragbar. Für einen Anbieterwechsel wird geklärt, ob der Auftraggeber eine eigene Lizenz benötigt und welche Funktion ohne Verlängerung ausfallen könnte.
Backups, Staging und produktive Daten trennen
Dateien und Datenbank müssen gemeinsam und in einem passenden Turnus gesichert werden. Eine Staging-Umgebung darf nicht unkontrolliert reale Formulardaten oder Shopkunden kopieren; Zugriff, Suchmaschinenindexierung und E-Mail-Versand werden abgesichert.
Vor einem Restore ist zu prüfen, ob seit der Sicherung neue Bestellungen, Anfragen oder Inhalte entstanden sind. Ein blindes Zurückspielen kann einen technischen Fehler beheben und gleichzeitig aktuelle Geschäftsdaten löschen.
Individuellen Code und Redaktionsrechte schützen
Änderungen gehören in Child-Theme, Plugin oder Versionsverwaltung, damit ein Standardupdate sie nicht überschreibt. Dokumentation erklärt Zweck, Abhängigkeiten und Testfälle.
Redakteure, Administratoren und Dienstleister erhalten getrennte Konten mit passenden Rechten und möglichst Mehrfaktor-Authentifizierung. Änderungen durch weitere Anbieter laufen über einen abgestimmten Prozess, damit der Wartungsstand nachvollziehbar bleibt.
Kurz beantwortet
Häufige Fragen
Reichen automatische WordPress-Updates aus?
Sie können Teil des Prozesses sein, benötigen aber Backup, Überwachung, Funktionstests und einen Rückfallweg.
Muss jedes Plugin im Vertrag stehen?
Mindestens im technischen Inventar sollten alle aktiven und relevanten Komponenten mit Lizenz- und Supportstatus erfasst sein.
Ist Hosting automatisch im WordPress-Wartungsvertrag enthalten?
Nein. Hosting und technische Wartung sollten als getrennte oder ausdrücklich kombinierte Leistungen beschrieben werden.



